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09.07. – 18.08.2018

Schöne Sommerferien!


 

Die zwölf Geschworenen - Die Souffleuse berichtet

Plakat 2012

Ein 19-jähriger aus einem Slumviertel soll kurz nach Mitternacht im Streit seinen Vater mit einem extrem auffälligen Springmesser erstochen haben. Das war der Fall, den die zwölf Geschworenen zu klären hatten. Ist der Junge schuldig oder nicht? Erst, wenn keiner der Anwesenden einen begründeten Zweifel hat, darf der 19-Jährige verurteilt werden.

Bei dieser Inszenierung übernahmen die Rollen der zwölf Geschworenen zwölf derzeitige und ehemalige Schüler unserer Schule, die innerhalb von zwei Stunden den Fall nochmals Revue passieren ließen, die Zeugenaussagen wiederholten, die Mordwaffe betrachteten, aber vor allem sich untereinander besser kennen lernten. Jeder von ihnen brachte seine eigene Geschichte mit, die während der Spielzeit immer mehr an Bedeutung gewann. Letztendlich änderte auch der letzte Geschworene, dessen Einstellung den Jungen ins Gefängnis zu bringen, in seiner Vergangenheit den Ursprung hatte, sein Votum und stimmte für die Unschuld des Jungen.

Auf diesem Weg wurde der Zuschauer mit unerwarteten Emotionsausbrüchen, Geschichten und Gründen für Meinungen der Geschworenen zu dem Fall unterhalten, die durch die Schauspieler erst richtig zum Leben erweckt wurden, und so wurde das Publikum immer wieder zum Schmunzeln, Zweifeln, Lachen und Nachdenken gebracht.

„Die zwölf Geschworenen“ von Reginald Rose war für die Schauspieler zunächst eine Herausforderung, denn das Textbuch gibt es vor, dass jeder von ihnen die ganze Spielzeit auf der Bühne zu sein hat und so ständig in seiner Rolle überzeugen muss. Ob dies wirklich gelingen würde, war anfangs zu bezweifeln und selbst bei der ersten Durchlaufprobe wenige Tage vor der Premiere wäre Frau Doerfel am liebsten selbst auf die Bühne gelaufen und hätte jeden einzelnen wachgerüttelt. Zu der Zeit war der gelassene Herr Ehlers noch dabei, alles mögliche an Technik auszuprobieren, sodass am Ende die Aufführungen jeweils mit einem gut gelungenen Kurzfilm, der die Charaktere des Stückes vorstellte, eingeleitet wurden. Jedenfalls entwickelte sich das Stück jeden Abend immer mehr zu dem, was an vier Abenden zu sehen war und das Publikum mit inhaltlicher Tiefe und gleichzeitig sehr guter Unterhaltung überzeugte. Aber nicht nur davon waren die Zuschauer überzeugt, sondern auch von der Unschuld des Jungen, denn auch sie wurden in die Auflösung des Falls mit eingebunden.

Für die meisten galt diese Aufführung als eine, die man nicht mehr als Schülertheater bezeichnen sollte. Die Zehnt- bis Dreizehntklässler, sowie drei Abiturientinnen des letzten Jahrgangs steckten mit Erfolg den Spaß, den sie beim Spielen hatten - die lustlosen Minuten vergessend - in ihr Theaterstück.

Ob es im nächsten Jahr wieder einen Kriminalfall zu lösen gibt, ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass wir uns auf eine Premiere am Freitag, d. 13.09.2013, freuen dürfen.

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