Aktuelle Termine

14.03.

Elternabend der 7. Klassen mit WPU-Wahl-Info 19:30 Uhr


20.03.

Schulelternbeirat 18:30 Uhr


21.03.

Känguru-Wettbewerb für die

5.-9. Klassen in der 3.+4. Stunde


21.03.

Mitgliederversammlung des Fördervereins 19:00 Uhr


27.03.

Abitur: Sprechprüfungen Englisch (KF und Profil)


28.03.

Abitur: Sprechprüfungen Englisch (KF und Profil)


02.04.

Abitur: Schriftliche Abiturprüfung Profilgebendes Fach


02.04.

Bundesjugendspiele 7. Klassen


03.04.

Unterrichtsschluss nach der 6. Stunde


04.04. - 18.04.2019

Osterferien


23.04.

Pädagogische Konferenzen

6. und 9. Klassen


25.04.

Abitur: Schriftliche Abiturprüfung Kernfach Englisch, Französisch und Latein


25.04.

Pädagogische Konferenzen 5.+7.+8. Klassen


29.04.

Zeugniskonferenzen

Q2 und Pädagogische Konferenzen E- Jahrgang


30.04.

Abitur: Schriftliche Abiturprüfung Kernfach Deutsch


02.05.

Zentraler Elternabend 5. Klasse 19:00 Uhr Pausenhalle


03.05.

Abitur: Schriftliche Abiturprüfung Kernfach Mathematik


09.05.

Q2 Jahrgang Unterrichtsende und Ausgabe der Zeugnisse


30.05.

Himmelfahrt


31.05.

Ferientag


11.06. - 13.06.

Mündliche Abiturprüfung


18.06.

Zeugniskonferenzen

6. und 9. Klassen


 19.06.

Zeugniskonferenzen

5. und Q1-Jahrgang


20.06.

Zeugniskonferenzen

E-Jahrgang und 7. und 8. Klassen


23.06.- 27.06.

Lateinexkursion


24.06. - 27.06.

Projektwoche


28.06.

letzter Schultag vor den Sommerferien

1. und 2. Stunde nach Unterricht nach Plan

3. Stunde Vollversammlung in der MZH

4. Stunde Zeugnisausgabe

Unterrichtsschluss nach der 4. Stunde (11:10)

Sommerferien vom 01.07.- 10.08.2019

Bericht einer Überlebenden

Am 21. Mai diesen Jahres erhielten wir aus-gesprochen beeindruckenden Besuch aus Berlin. Die 92-jährige Margot Friedländer, 1921 in Berlin geboren, las vor allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9, E und Q in der ent-sprechend von Herrn Herbers und anderen fleißigen Helfern hergerichteten Sporthalle aus ihrer Autobiographie „Versuche, dein Leben zu machen". Die titelgebenden Worte hatte Margot Friedländers Mutter ihr durch eine Bekannte ausrichten lassen, sie selbst wurde 1943 zusammen mit Margots Bruder Ralph deportiert, weil die Familie dem jüdischen Glauben angehörte. Beide sollte Margot Friedländer nie wieder sehen. Ihr selbst gelang es mit Hilfe einiger der wenigen Deutschen, die sich der Ausgrenzung, Deportation und Vernichtung der europäischen Juden aktiv widersetzten, sich bis zum Frühjahr 1944 zu verstecken, bevor sie verhaftet und in das KZ Theresienstadt deportiert wurde.

Von der Botschaft ihrer Mutter, einigen gefährlichen Situationen im Untergrund, ihrer Verhaftung und Erlebnissen im Konzentrationslager handelten die ausgewählten Passagen, die Margot Friedländer in der beeindruckend still werdenden Sporthalle vorlas. Dabei zeigte sie den Anwesenden auch ihre Bernsteinkette, das letzte Andenken an die Mutter, und den Juden-stern, den zu tragen man sie gezwungen hatte. Dem aufmerksamen Zuhörer konnte dabei nicht entgehen, wie viel Kraft es sie kostete, sich mit dem Verlust fast aller Freunde und Verwandten auseinander setzen zu müssen. In ihrer eindringlichen Botschaft an die Schülerin-nen und Schüler, „Seien Sie Mensch", wurde deutlich, was sie antreibt. Ohne Hass, ohne Bitterkeit versucht sie mit ihren Lesungen, Menschen mit ihrem Schicksal zu erreichen, in der Hoffnung, dazu beitragen zu können, dass sich so etwas nie mehr wiederholt.

Dass ihr dies bei den allermeisten Zuhörern gelungen ist, zeigten sowohl die Stille während der Lesung als auch der lang anhaltende Applaus danach und die Fragen der Schülerinnen und Schüler im anschließenden Gespräch. Margot Friedländers Schilderungen machten noch einmal deutlich, dass die alltägliche Ausgrenzung, Vereinsamung und Angst der Betroffenen ebenso Teil des Holocaust sind wie die Greuel der Konzentrationslager. Diese sonst so abstrakt bleibenden Themen wurden an einer trotz allem lebensfrohen Frau eindrucksvoll erlebbar. Wir freuen uns daher sehr, dass wir Margot Friedländer am Städtischen Gymnasium begrüßen durften.

Wozu Geschichtsunterricht? Was hat die Vergangenheit mit mir zu tun?

Auf diese und viele andere Fragen gibt der Geschichtsunterricht an unserer Schule Antwort, denn die Betrachtung der menschlichen Geschichte kann uns auch für unser heutiges Leben viel mitgeben. Was wir heute sind, ist aus dem entstanden, was vor uns war, und das Wissen darüber kann uns helfen, uns selbst besser zu verstehen.

Im Geschichtsunterricht betrachten wir aber auch andere Länder, Sitten, Kulturen und auch Zeiten, die uns so fremd sind, dass wir sie nur schwer verstehen können. Das wiederum hilft uns ebenfalls, über uns selbst nachzudenken, denn wir können uns vergleichen und auch erfahren, dass man die Dinge ganz anders sehen kann, als wir es tun. Dabei machen wir uns auch klar, auf welcher Grundlage wir andere Menschen beurteilen.

Geschichtsunterricht hat also keineswegs nur mit der Vergangenheit zu tun, sondern hilft uns vielmehr auch, einen vielfältigeren Blick auf Gegenwart und Zukunft zu entwickeln. Exemplarisch an vielen Stationen der menschlichen Geschichte schulen daher derzeit Herr Ehlers, Herr Hepp, Herr Kirschstein, Herr Nölck, Frau Paul, Frau Philipp, Frau Schmidt, Herr Schmitt, Frau Stern und Herr Witte die besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man für die Betrachtung der Geschichte braucht und aus dieser Betrachtung gewinnen kann.

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